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Neue Technik: Fischhaut bei schweren Verbrennungen | Katzen wie wir

Neue Technik: Fischhaut bei schweren Verbrennungen

Published on: 1. Februar 2019

Filled Under: !! Katzen NEWS !!

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 – 1. Februar 2019 –

Ihr habt vielleicht von den schlimmen Waldbränden gehört, die fast das ganze Jahr 2018 in Kalifornien getobt haben.

Dabei erlitten auch viele Tiere schwerste Verbrennungen.

Aufgrund der Schwere der Verletzungen zeigten sich herkömmliche Bandagen (aus Gaze / Mull) bei der Behandlung als problematisch:

Sie sind nicht feucht und bestehen häufig aus unnatürlichen Stoffen (Polyester, Viskose oder aufbereitete Baumwolle). Das führt zu weiteren Problemen: Sie

  • müssen täglich gewechselt werden,
  • “kleben” an den Wunden, so dass der Bandagen-Wechsel schmerzhaft für das Tier ist,
  • verursachen Magen-Darm-Probleme, wenn das Tier die Bandage auffrisst (um sie los zu werden) und
  • wenn die Behandlung zu lange dauert, entfremdet sich das Tier vom Leben in der Wildnis.

Dr. Jamie Peyton (vom veterinärmedizinischen Lehrkrankenhaus UC Davis) hatte viel über das Thema gelesen und zusammen mit Dr. Deana Clifford (vom kalifornischen Ministerium für Fische und Wildtiere) auf Grundlage einer Behandlungsmethode aus Brasilien eine kreative, neue Methode entwickelt:

Fischhaut vom afrikanischen Buntbarsch (Tilapia) als Bandage für schwere Brandverletzungen:

Vorteile von Tilapia-Fischhaut: Sie

  • enthält sehr viel Kollagen, das in der Notfallmedizin zur Blutstillung, Wundheilung, als Blutplasma-Ersatz und zum Aufbau von Bindegewebe genutzt wird,
  • ist von Natur aus anti-bakteriell, so dass keine zusätzlichen Mittel zur Dekontamination verwendet werden müssen,
  • bleibt lange feucht, so dass der “Fisch-Verband” seltener gewechselt werden muss und der Wechsel nicht mehr so weh tut und
  • schmeckt sogar ganz gut, wenn das Tier versucht die Bandage weg zu beißen.

Zuerst wurde diese Technik an extrem verbrannten Braunbären ausprobiert (die Bären sind mittlerweile bekannt geworden als “Tilapia-Bären”).

Wegen des großen Erfolgs (die Bären konnten innerhalb von wenigen Wochen wieder in der Natur ausgesetzt werden) wurde diese Technik schließlich an vielen anderen Tieren wie Pumas, Hunden und Katzen angewendet:

Ein ca. 4,5 Minuten langer Beitrag auf Englisch dokumentiert die Technik und den Erfolg:

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