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LGC Story # 11 | Katzen wie wir

Hexenschuss

Published on: 4. April 2018

Filled Under: ! Von KatzenWieWir !, Lucky, Ginger & Choco Stories

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[klopft kurz auf Gingers Kopf]

[schläft]

[klopft noch einmal]

[grummelt] hmmmm.

Warum humpelt unsere Mama?

[duselt langsam wieder ein]

[klopft 2 mal nach] Zwischendurch höre ich sie laut aufstöhnen.

hmmmm.

Ich weiß nicht, sie scheint Schmerzen zu haben.

Lucky, weißt du was Mama hat?

Hexenschuss

??

So ein Quatsch. Es gibt doch gar keine Hexen.

Mama hat gesagt, dass sie einen Hexenschuss hat. Also muss ja wohl eine Hexe auf sie geschossen haben.

Jetzt hör aber auf!

[schaut Choco an und kneift ihre Augen immer ernster und enger zusammen] An deiner Stelle würde ich mich in nächster Zeit GUT verstecken, Choco.

Verstecken? Warum verstecken?

Ja genau. Mama und Papa sagen doch immer, ich sei unsichtbar, weil ich so schwarz bin. Warum also muss ich mich verstecken?

Eben DESHALB solltest du dich verstecken und noch wichtiger: gaaanz ruhig verhalten.

[wendet sich an Ginger] Hat Lucky wieder Halluzinationen?

[an Lucky] Erst erzählst du, dass eine Hexe auf Mama geschossen hat und jetzt willst du, dass ich mich verstecke!

Aber klar! Die böse Hexe hat es schließlich auf dich abgesehen und ist hinter dir her!

Könnt ihr mal leise sein? Ich möchte schlafen! Lucky, die Sonne scheint. Choco, ich habe noch ein Leckerli unter der Fuß-Matte gesehen.

[schaut Ginger und Choco abwechselnd an] Hier sollte vorerst KEINER mehr ruhig schlafen! Sie wird es bestimmt noch einmal versuchen.

Wer wird was versuchen?

[bäumt sich auf und streckt ihre Vorderpfoten weit von sich] DIE… HEXEEEEEE

Was wird sie versuchen?

Na, Mama richtig zu treffen. Und wenn sie das geschafft hat, weiß sie, dass Mama dir nicht mehr helfen kann, Choco. Dann hat sie freie Bahn und kann dich problemlos an sich zerren und von hier wegreißen.

Oh mein Gott… Warum sollte jemand so etwas tun?

[fängt an, gemütlich mit ihren Barthaaren zu spielen] Ihr wisst aber schon, dass Hexen alles lieben UND für sich beanspruchen, was schwarz ist?

Woher willst du das wissen?

[ihre Barthaare zwirbelnd] Ich habe euch doch von Lucy erzählt, der alten Katze aus dem Tierheim.

[energisch] Die, deren Haare über den Augen bis zum Boden reichten, wenn sie auf dem Tisch saß und die immer alles wusste und mit allem Recht behielt.

[nicken sich langsam erinnernd zu]

Von ihr weiß ich, dass es Hexen gibt und dass Hexen immer ein schwarzes Tier bei sich haben. Einmal im Jahr – zu Halloween – machen sich junge Hexen, die noch kein Tier haben, auf die Suche nach schwarzen Tieren, die sie entführen und in seelenlose Sklaven verwandeln können, die ihnen ihr Leben lang dienen müssen.

[schluckt]

[fängt leicht zu zittern an]

Die eine Hexe bevorzugt schwarze Raben, die andere schwarze Ratten, wiederum andere schwarze Schlangen. Aber die MEISTEN wollen schwarze Katzen. Vor allem solche wie dich, Choco.

[schluckt 2 mal]

[hält sich mit einer Pfote das Auge zu]

In der Halloween-Zeit sind Menschen so abgelenkt, dass sie weder gute von bösen Hexen unterscheiden können, noch die bösen von den vielen dunklen Gestalten in der Umgebung. Dann können sie ihre Haustiere oftmals nicht beschützen.

Aber jetzt ist doch gar nicht Halloween-Zeit!

[grinst heimlich] Ja, aber manchmal schafft es eine der jungen Hexen während Halloween nicht, ein Tier zu finden und sich Untertan zu machen. Auf der Suche nach den meist-geliebten Haustieren fallen jene Hexen bei Vollmond über die Menschen-Siedlungen her. Wollen sie ein bestimmtes Tier, müssen sie erst an seinem Menschen vorbei. Deswegen schießen sie auf ihn und machen ihn so kampfunfähig.

Das klingt nicht gut, Choco. Du solltest dich in nächster Zeit wirklich verstecken. Vielleicht findet die Hexe dann woanders eine schwarze Katze.

Das hoffe ich für Mama.

Warum für Mama?

Ich soll doch entführt werden!

Aber solange die Hexe auf unsere Mama schießt hat Mama Schmerzen; und weil ihr das weh tut, bekomme ich mein Futter nur gaaaanz langsam auf den Boden gestellt.

Komm mit, Choco. Du darfst in mein Versteck unter dem Oberbett. Ich lege mich zu dir und passe auf dich auf.

Du bist ein echter Freund, Ginger.

[während sich Ginger und Choco geduckt aus dem Staub machen] Und ich frag jetzt mal nach Futter. Die Jungs trauen sich vorerst nicht aus ihrem Versteck. Bin ich eine böse Miezekatze, oder was?

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