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Der Mueller Report | Katzen wie wir

Der Mueller Report

Published on: 24. April 2019

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Am 18. April 2019 wurde der 448 Seiten starke Mueller Report, der Präsident Trump das Genick brechen sollte, veröffentlicht.

Robert Mueller, der von 2001 bis 2013 Direktor des FBIs war, leitete zuletzt die Ermittlungen und wurde seitdem als amerikanischer Held gefeiert, der Trump endlich das Handwerk legen würde.

Ich habe mir mal die 150 wichtigsten Seiten von dem Report durchgelesen und kann Folgendes zusammenfassend schreiben:

Ziel

Der Report sollte 2 Dinge zeigen, nämlich dass Donald Trump oder Leute aus seinem Team:

  1. Absprachen mit den Russen getroffen haben, die Präsidenten-Wahl 2016 mittels Computer-Hacken so zu manipulieren, dass Trump gewinnt und
  2. er die Ermittlung dazu behindert.

Ressourcen

Die Ermittlungen haben so einiges gekostet:

  • 19 Anwälte
  • 34 Anklagen (keine davon gegen Trump)
  • 40 FBI-Agenten, Geheimdienst-Analysten, forensische Prüfer
  • 500 interviewte Zeugen
  • 500 Durchsuchungsbefehle
  • 2.800 Vorladungen (im Schnitt also 4 pro Tag)
  • 675 Tage Ermittlungsdauer
  • 25 Millionen USD Kosten

Ergebnis

Mueller und sein Team kommen zu dem Schluss, dass

  1. weder Trump, noch jemand aus seinem Team, noch überhaupt irgendein Amerikaner Absprachen mit den Russen getroffen hat = Entlastung
  2. Trumps Wut über die Ermittlungen – obwohl er unschuldig ist – als Behinderung der Staatsgewalt interpretiert werden könnte – wenn man will – das aber nicht für weitere juristische Schritte gegen ihn reicht = Entlastung

Trumps Reaktion

Donald Trump; Foto von Shealah Craighead

“Keine Absprache, Keine Behinderung, Komplette und Totale ENTLASTUNG. HALTE AMERIKA TOLL!”


Donald Trump; Übersetzung des Tweets von KatzenWieWir

Der 1. Skandal

Solche Reporte müssen normalerweise schließen mit “JA: Er hat es getan” oder “NEIN: Er hat es nicht getan”.

Bei dem Punkt “Absprache mit Russland” schließt Mueller mit einem klaren NEIN.

Bei dem Punkt “Behinderung der Staatsgewalt” listet der Report 11 Episoden, die zwar nicht juristisch, aber moralisch als Behinderung interpretiert werden könnten.

“Dementsprechend lässt sich aus diesem Bericht nicht schließen, dass der Präsident ein Verbrechen begangen hat, gleichzeitig entlastet er ihn auch nicht.”

Robert S. Mueller; Mueller Report Vol II, S. 182; Übersetzung von KatzenWieWir

Damit hat Mueller der Demokraten-Partei eine mächtige Waffe für den Wahlkampf 2020 in die Hände gegeben, was weder nett war, noch zu seinen Aufgaben gehörte.

Daher wird vermutet, dass die Demokraten-Partei ihn irgendwie unter Druck gesetzt oder er insgesamt sehr parteiisch ermittelt hat.

Der 2. Skandal

International wird weiterhin so getan, als sei Donald Trump schuldig.

Dass er von allen Ermittlern ENTLASTET wurde, heißt für den Großteil der Presse: Die Ermittlungen waren nicht gründlich genug oder die Ermittler geschmiert.

Es ist schon ziemlich frech und realitätsfern, eine so gründliche Ermittlung, bei denen praktisch alle Ermittler gegen Trump waren, durch den Kakao zu ziehen, nur weil einem das Ergebnis nicht passt und man der Öffentlichkeit Jahre lang eine völlig andere Geschichte über Trump erzählt hat.

Am aller deutlichsten zeigt sich das daran, dass sich kein einziger Nachrichten-Sender oder Mensch (außer den republikanischen) ehrlich über die GOOD NEWS freut, dass kein Amerikaner die Wahlen manipuliert hat.

Trumps 11 Episoden

Der Report listet 11 Auffälligkeiten, die – aus moralischer Sicht – für eine Behinderung der Staatsgewalt seitens Donald Trump sprechen könnten.

Wir finden, das sind alles eher normale, für Trump typische Reaktionen, wenn gegen einen ermittelt wird – obwohl man unschuldig ist – und man weiß, dass das sehr stark die Arbeit behindern wird, die man sich vorgenommen hat.

Aber urteilt selbst:

WikiLeaks (E-Mail Hacks)

1] Nachdem WikiLeaks politisch schädliche E-Mails der Demokratischen Partei veröffentlicht hatte, zweifelte Trump öffentlich an, dass Russland für die Hacks verantwortlich ist.

Donald Trump Jr. (Hillary Dirt)

Donald Trump Jr.; Foto von businessinsider.com

2] Nachdem ein Treffen stattgefunden hat zwischen republikanischen Wahlkampf-Managern, Donald Trump Jr. und einem russischen Anwalt, der angeblich schädliche Informationen über Hillary Clinton hatte, bat Trump sein Personal darum, keine Emails über das Treffen zu veröffentlichen.

Michael Cohen (Trump Tower Moskau)

Michael Cohen; Foto: Brendan McDermid / Reuters

3] Während Trumps Anwalt Michael Cohen öffentlich dementierte, dass Trump großartig in das Projekt involviert war, einen Trump Tower in Moskau zu bauen, wurde er von Trump gelobt. Als sich herausstellte, dass Cohen gelogen hatte und deshalb zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, wurde er von Trump ermahnt, Cohen sei doch der Anwalt und müsse wissen, was er vor Gericht sagt.

Trumps “I’m f**ked”

4] Als Trump erfuhr, dass eine Sonder-Ermittlung gegen ihn gestartet wird, reagierte er mit: “Oh mein Gott. Das ist furchtbar. Das ist das Ende meiner Präsidentschaft. Ich bin gefi*kt.” (Übersetzung von KatzenWieWir)

Michael Flynn

5] Nachdem der nationale Sicherheitsberater Michael Flynn das FBI angelogen hatte und nun ehrlich gegenüber den Ermittlern wurde, sendete Trump einen Brief an ihn, indem Trump beteuert, weiterhin positiv gegenüber Flynn eingestellt zu sein und darum bittet, ihn zu informieren, falls es Neuigkeiten bei den Ermittlungen gibt.

James Comey

6] Nachdem Trump darüber informiert worden ist, dass Michael Flynn das FBI angelogen hat (was echt keinen guten Eindruck machte), lud Trump James Comey – den ersten Leiter der Ermittlungen – zu einem Gespräch, bei dem Trump Loyalität von ihm forderte.

7] Obwohl James Comey wusste, dass nicht gegen Trump persönlich ermittelt und Anklage erhoben wird (was Trump entlastet und ihm geholfen hätte), verweigerte Comey bei einer Anhörung die Aussage darüber. Daraufhin wurde er von Trump gefeuert.

Jeff Sessions

8] Trump war empört darüber, dass sich Jeff Sessions (der als republikanischer Generalstaatsanwalt gut für Trump gewesen wäre) wegen Befangenheit zurückziehen wollte.

9] Nachdem sich Jeff Sessions zurückzog, bat Trump ihn, seinen Rückzug zurück zu ziehen.

10] Trump bat Jeff Sessions, öffentlich zu sagen, dass die Ermittlungen unfair sind.

Don McGahn

Don McGahn; White House

11] Trump bat Don McGahn (Rechtsberater des Weißen Hauses) die Sonder-Ermittlungen zu beenden, woraufhin McGahn empört zurücktreten wollte. Trump bat ihn, nicht zurück zu treten und diese Story öffentlich zu dementieren.

Mocs & Pubs

Auch Mocs und Pubs reagieren auf den Mueller Report bzw. den 1. Skandal an ihm:

Pubs: “Also, ist Trump jetzt schuldig oder nicht?”

Mocs: “JA!”

Pubs: “Was soll das heißen ‘JA’ ?”

Mocs: “Ja, er ist schuldig oder nicht!”

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